Bild: Die Gänge wurden einladend gestaltet.
Die Ganztagsschule bietet durch ihren erweiterten Zeitrahmen vor allem auch die Möglichkeit zur Entfaltung und Gestaltung eines Schullebens, das der Notwendigkeit ganztägiger Betreuung für die Mehrzahl der Kinder entgegenkommt, da es versucht, entstandene Defizite auszugleichen. Unterrichts- und Lernprozesse sind in das Schulleben integriert und nicht bewusst davon abgesetzt.
So wird es möglich, dass Leben und Lernen auch wirklich in dem Zusammenhang stehen, der ihnen natürlicherweise zukommt.
Die Ganztagsschule kann somit über die üblichen Bildungsaufgaben der Schule hinaus die individuellen Fähigkeiten der Schüler fördern, ihnen gezielte Lernförderung für mehr Chancengleichheit gewähren und sie in sozialen Lernprozessen sowie bei der Suche nach eigenen Lebensformen begleiten.
Bild: Der selbst gestaltete Fensterschmuck aus Seidenmaltüchern ziert ein Treppenhausfenster.
Folgende Aspekte sind für die Ausgestaltung des Schullebens von Wichtigkeit:
ausreichende räumliche und zeitliche Möglichkeiten für Entspannung, Ruhe, freies Spiel, selbst gewählte Tätigkeiten, Bewegung, Begegnung im Schulgebäude und im Freigelände...
Möglichkeiten zur freiwilligen Förderung individueller Neigungen durch offene Werkstätten, Interessengemeinschaften, Kursangebote ...
Möglichkeiten für Tätigkeiten mit inhaltlichen Bezügen zum Unterricht
Bereitstellung von Mahlzeiten zur körperlichen Reproduktion und als Gemeinschaftsform...
Bild: In diesem Raum des alten Gebäudes arbeitete die Wassergruppe.
vielfältige Möglichkeiten altersübergreifenden Lernens in der Schulgemeinschaft durch erweiterte räumliche und zeitliche Bedingungen für ungezwungene Freizeitformen
gemeinschaftsfördernde besondere Veranstaltungen des Schullebens wie Feste, Aufführungen, Ausstellungen, Projekte ...
Förderung der Verantwortungsbereitschaft jedes einzelnen für das Ganze durch spezielle freiwillig oder pflichtgemäß übernommene Aufgaben im täglichen Ablauf wie Raumgestaltung, Bibliotheksausleihe ...
intensivere Beziehungen zwischen Pädagogen und Schülern möglich, da man nicht nur gemeinsam lernt, sondern auch lebt
Mitwirkung bei der Gestaltung der Lern- und Freizeitangebote durch Schüler, Eltern, andere kompetente Personen aus dem Schulumfeld, ältere Schüler, kooperierende Organisationen
Mitwirkung derselben bei der Ausgestaltung von Veranstaltungen, Festen, Aktionen ...
demokratische Formen der Mitwirkung entwickeln ...
Bild: Manchmal hören auch Lesemuttis den Leseanfängern beim Vorlesen zu.